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&
Auftraggeber
2026
Produktionsjahr
80
Minuten
Länge

***Slamdance Festival 2026 Hon. Mention***

***Dok-Fest München 2026 Official Selection***

Artikel in der Süddeutsche Zeitung: "Filmpremiere hinter Gittern"

Der Dokumentarfilm begleitet jugendliche Gewaltstraftäter in der Jugendstrafanstalt Berlin durch eineTherapie, die sie auf ein Leben in Freiheit vorbereiten soll.

Im Gespräch begegnet die Therapeutin Frau Missala den Inhaftierten auf Augenhöhe - mit Klarheit, aber nicht ohne Wärme. Es geht um Reue und Reuelosigkeit, um das Leben auf Berlins Straßen, die Beziehung zur eigenen Familie, den Unterschied von Spiel und Verbrechen, und die Mathehausaufgaben – von philosophisch bis trivial, hier werden die entscheidenden Fragen verhandelt.

Aber kann an diesem Ort, der den Inhaftierten viel Härte abverlangt, ein offener Blick ins eigene Innere gelingen? Manch einer lässt sich nicht recht in die Karten schauen - andere offenbaren ihr innerstes Seelenleben, und wir erleben einen verletzlichen jungen Menschen. Verändert man sich hier, oder lernt man bloß, sich besser zu verstellen?

Statement des Regisseurs:

Das Haus 4 der Jugendstrafanstalt Berlin habe ich als einen Ort der Gegensätze kennengelernt. Dort bin ich über anderthalb Jahre hinweg mit eigenem Schlüssel unterwegs gewesen und für die Inhaftierten und Mitarbeiter Teil des Alltags geworden. Das Gefängnis handelt im Auftrag von uns allen, folgt den gesetzlichen Vorgaben, ist human im Umgang mit den Inhaftierten. Aber kann man Menschen zwingen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen - und sich möglicherweise zu verändern? Als widersprüchlich habe ich auch die Gefangenen wahrgenommen: als liebenswert und hassenswert, reuig und reuelos, lustig und vulgär, als Täter und als Opfer, als schuldig und gleichzeitig sehr jung. Der Film soll diese Realität spiegeln und ihren Gegensätzen einen Raum geben. Er soll da hinschauen und Fragen stellen, wo wir als Gesellschaft gerne wegschauen, oder uns mit einfachen Antworten zufriedengeben. Und es  spricht aus ihm die Hoffnung, dass es sich auch in nicht perfekten Systemen lohnt, das Mögliche zutun.

Ich habe mich um 360 Grad verändert.

Inhaftierter Jugendlicher

Ich habe mich um 360 Grad verändert.

Inhaftierter Jugendlicher

Kann man Menschen zwingen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen - und sich möglicherweise zu verändern?

Philipp Schaeffer, Filmemacher

Die Menschen im Film

Philipp Schaeffer

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Philipp Schaeffer ist ein Hamburger Dokumentarfilmer. Nach seinem Abschluss in Philosophie vom Kings College London 2017 arbeitete er zwei Jahre in Los Angeles an dokumentarischen Augmented Reality Projekten. Außerdem entstand in dieser Zeit bereits in Zusammenarbeit mit Hübner/Wallenfels Eggs, Rocks, Human Beings, ein crossmedia Dokumentarfilmprojekt in VR und in 2D über Inuit Jugendliche in der kanadischen Arktis. Gegenwärtig studiert er Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seine Arbeit wurde auf Festivals wie Sundance oder Tribeca gezeigt und u.a. durch Google Daydream und die Film- und Medienstiftung NRW gefördert.

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